WeblogAufmacher

  • Woher kommen unsere Gefühle?

    Youtube Video: „Woher kommen unsere Gefühle“ – Voice over Willkommen zur Einführung in die neue Wissenschaft der Emotionen von Lisa Feldman Barrett. Wir werden jetzt gemeinsam in ihre innovative, richtungsweisende Theorie einsteigen. Anlass dafür ist, dass ihr Buch, wie Gefühle gemacht werden, endlich auf Deutsch erscheinen wird. 7 Jahre nach der Veröffentlichung der englischsprachigen Original-Ausgabe. Wir sind offenbar ziemlich spät dran. Also los!   Lisa Feldman Barrett – Vorstellung Doch bevor wir in die Theorie eintauchen, soll Lisa Feldman Barrett zunächst kurz vorgestellt werden. Sie ist eine renommierte, aus Kanada stammende Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Emotionsforschung –…

  • Die Six-Hat-Methode von Edward de Bono: Paralleles Denken für kreative Lösungen

    Einleitung: Edward de Bono, ein renommierter Psychologe und Autor, hat zahlreiche Kreativitäts- und Denkmethoden entwickelt. Eine seiner bekanntesten Methoden ist die Six-Hat-Methode. In diesem Blog-Beitrag werden wir einen Blick auf diese Methode werfen und verstehen, wie sie funktioniert. Aber zuerst wollen wir einen kurzen Überblick über Edward de Bono und seine Motivation geben, sich mit Kreativitäts-Methoden zu beschäftigen. In a nutshell: Edward de Bono Wer war Edward de Bono und warum engagierte er sich beim Thema Kreativ-Methoden? Edward de Bono, geboren am 19. Mai 1933, war ein maltesisch-britischer Psychologe, Autor und Berater. Er gilt als Pionier auf dem Gebiet…

  • Was bereits Kleinkinder ChatGPT voraushaben

    ChatGPT und Konsorten basieren auf „schwacher KI“. Dies ist bereits der zweite Beitrag zum Thema künstliche Intelligenz auf diesem Weblog: In einem vorausgehenden Post ging es um Erfahrungen im Rahmen eines intensiven Tests von ChatGPT. Ergebnis war: Legen wir tatsächlich als Standard menschliches Denken und menschliche Möglichkeiten zugrunde, rationale Überlegungen einzusetzen, zeigt sich die Beschränktheit aktueller KI-Applikationen. Die mit statistischen Algorithmen arbeitenden „Elektronenhirne“ sind beispielsweise nicht in der Lage, für Menschen konzipierte Rationalitäts-Tests korrekt zu lösen. Logisches Schlussfolgern beherrscht das System höchst unvollkommen. Als Fazit kann festgehalten werden: Wer ChatGPT fest genug „schüttelt“, stößt schnell auf grundlegende Mängel…

  • „Vor Gebrauch schütteln – nach Schütteln nicht mehr zu gebrauchen!“ – ChatGPT outet sich als Bullshit-Generator

    Massive Kampagne im Gange Breitstreuende Medien überschlagen sich im Augenblick in Form von Berichten, welche die Milliarden-Investitionen von Microsoft bei OpenAI und dessen Initiativen aufgreifen. Dahinter steckt: OpenAI profiliert ihre als „künstliche Intelligenz“ vermarkteten Produkte ChatGPT und DALL-E seit Wochen massiv per Werbe-Kampagne. Möglicher Hintergrund: Das Unternehmen möchte eine Bezahl-Version von ChatGPT etablieren. Nach einer Phase der Investitionen in „AI“ und freier Nutzbarkeit im Internet sollen nun endlich Umsätze generiert werden. Eile ist geboten: Google wird kurzfristig ein Konkurrenzprodukt veröffentlichen. Ausgelobte Kompetenzen beeindrucken. Der Marketing-Feldzug verläuft im Augenblick offenbar äußerst erfolgreich. In vielerlei Medien wird die Leistungsfähigkeit von…

  • Psychotherapie per Smartphone-App?

    Psychologen an der Universität Zürich erforschen die Gestaltbarkeit von Persönlichkeiten. „Menschen wollen eine aktive Rolle bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung spielen.“ – Das ist der Ausgangspunkt eines Fachartikels, den die beiden Psychologie-Professoren Mathias Allemand und Christoph Flückiger von der Universität Zürich kürzlich im Fachmagazin einer großen amerikanischen psychologischen Gesellschaft veröffentlicht haben. (1) In ihrem Artikel geht es im Detail um die Möglichkeit, Individuen mit Digitaltechnologie auszustatten, die beispielsweise auf deren Smartphones läuft. Hintergrund ist: Smartphones sind in der Regel stets nah bei ihren Besitzern und können so die Rolle eines „digitalen Coaches in der Tasche“ übernehmen, der in alltäglichen Kontexten Anleitung…

  • Aus Fehlern lernen: Wichtiger als jede Erfolgsbilanz!

    „Sie wissen ja, das Beste, das Ihnen und jedem anderen jungen Menschen passieren kann, (…) ist es, bankrott zu gehen.“ (…) „Es wäre nicht nur am Besten für Sie, bankrott zu gehen, viel besser wäre noch, wenn Sie zweimal bankrott gingen!“ Edward de Bono (1995), Taktiken und Strategien erfolgreicher Menschen – Erfolgsfaktoren erkennen, MVG-Verlag 1995, S. 66 – 67) „Lernen Menschen aus Misserfolgen?“ – Das ist die Frage, die zwei Psychologinnen in den USA untersucht haben: Dr. Lauren Eskreis-Winkler – von der Kellogg School of Management, Northwestern University, Illinois – und Dr. Ayelet Fishbach – von der Booth…

  • Warum scheitern kompetente Finanz-Experten im Krypto-Desaster?

    Kryptowährungs-Börse FTX zahlungsunfähig Spannend: Letzte Woche (KW 45 – 2022) wurde die populäre Kryptowährungs-Börse FTX zunächst zahlungsunfähig und musste ein paar Tage später Konkurs anmelden. FTX-Gründer und „Krypto-Wunderkind“ Sam Bankman-Fried gab seine CEO-Position auf. Bewirkt durch diese Schieflage einer großen Handelsplattform beispielsweise für Bitcoin werden wahrscheinlich viele Kundinnen und Kunden ihr dort angelegtes Geld verlieren. Bitcoin-Handelsplattformen bieten keine mündelsicheren Anlageoptionen. Vielen Investitions-Experten war vorher bereits klar: Der Handel mit Kyptowährungen ist unsicher – das Verlustrisiko an den Kryptowährungs-Börsen ist groß. Hintergrund ist unter anderem: Die „Kunden“ müssen meistens die Schlüssel ihrer „Krypto-Wallets“ übergeben, damit die jeweilige Handelsbörse damit…

  • Wissenschafts-Skeptik: Keine Frage fehlenden Wissens oder fehlender Intelligenz

    Ist Zweifel an Wissenschaft ein Zeichen für Dummheit? Matthew J. Hornsey von der Wirtschaftsfakultät der Universität von Queensland stellte sich im Rahmen einer psychologischen Studie (1) folgende Frage, die Sie sich wahrscheinlich auch stellen: Warum sind Initiativen erfolglos, die Einstellungen von Wissenschafts-Skeptikern ändern sollen? Etwa die Wissenschafts-Verweigerung von Impfgegnern oder Klimawandelskeptikern? Warum funktionieren diese Versuche insbesondere dann nicht, wenn diesen Menschen wissenschaftlich belegte Fakten vorgelegt und auf „vernünftige“ Argumentation Wert gelegt wurde? Als ich dem amerikanischen Psychologen Keith E. Stanovich vor einiger Zeit eine ähnliche Frage stellte (2), wies der bereits auf Folgendes hin.: Es kann keineswegs davon…

  • Intelligente Menschen haben lange Beine, große Köpfe und eine schmale Taille.

    Das Thema Intelligenz ist ein absoluter Dauerbrenner. Um dies zu erreichen, wird es laufend neu aufgewärmt – bisweilen so heftig, dass es überkocht. Dabei übernehmen liebgewonnene aber längst widerlegte Vorurteile eine wichtige Rolle. Die Wirkung dieses falschen Wissens ist manches Mal derart grotesk, dass die dabei geleistete unwissenschaftliche Intelligenz-Analyse enorm unterhaltsame und amüsante Züge gewinnt. So hat die Zeitung „freundin“ in einem jüngst geposteten Beitrag behauptet, Forscher hätten die genetischen Voraussetzungen für Intelligenz gefunden. Dabei ist aus der seriösen Forschung bekannt, dass es keine Chance gibt, so etwas wie eindeutige genetische Voraussetzungen unserer Intelligenz zu ermitteln (1). Trotzdem…

  • Wie schlau bin ich eigentlich?

    Eines der markanten Ergebnisse der Kognitions-Psychologie ist: Ein hoher IQ ist kein Garant für rationales Denken. Die durch bewährte Intelligenztests bewertete Intelligenz ist mehr oder weniger (zu ca. 80 %) identisch mit der Funktion des Arbeitsgedächtnisses. Diese Tests messen weder Kreativität, Resistenz gegenüber Aberglauben, das häufig fatale Vertrauen in die Überlegenheit von Intuition oder das Überbewerten der eigenen Denkfähigkeiten usw. So wichtig ein zumindest durchschnittlicher IQ ist: Ein eindeutiger Indikator für „bestes Denken“ ist er keineswegs. Kognitions-Psychologen behaupten auf der Basis einer 40jährigen Forschungs-Tradition: Dieses beste Denken erfordert darüber hinaus Rationalität – eine kognitive Kompetenz, die grundlegend mehr…