Dieser Weblog

Das Konzept dahinter …

Fortlaufend vergrößert sich das Wissen um die Grundlagen unserer Kommunikation.

Dabei handelt es sich nicht nur um eine vergrößerte Datenmenge als Ergebnis von wissenschaftlichen Kommunikations-Analysen.

Stattdessen ergeben sich aufgrund von Forschungsergebnissen – beispielsweise der kognitiven Psychologie zum Thema Rationalität, der Neurowissenschaften zum Thema Sozialverhalten und Psychotherapie – ständig grundlegend neue Perspektiven zur Betrachtung menschlicher Interaktionen.

Dieser Weblog dient mir dazu, diesen Wandel der Perspektive nachzuvollziehen.

Viele Forschungsergebnisse, auf die ich in den letzten Jahren gestoßen bin, habe ich bereits beim Schreiben von Kommunikations-Büchern verarbeiten und in der Praxis nutzen können. An dieser Stelle sammle ich Anregungen, die ich beim Sichten von Forschungs-Literatur oder anderen Stellen finde.

Verstärkt möchte ich hier auch Interviews mit Fachleuten veröffentlichen.

Das eine oder andere Thema wird wahrscheinlich zukünftig wiederum Baustein eines Buchs oder Aspekt der Praxis meiner Kommunikationsberatung werden.

Dieser Weblog läuft unter der A-G-I-L-Domain. Hintergrund ist, dass ich seit meiner Universitätsausbildung kontinuierlich mit dem AGIL-Tool arbeite.

AGIL wurde maßgeblich vom Soziologen Talcott Parsons aufgrund der Erforschung von Interaktionsprozessen in Kleingruppen des Sozialpsychologen Robert Freed Bales an der Harvard University entwickelt. Es handelt sich beim AGIL-Tool um ein Mapping-Werkzeug zur Analyse von Kommunikationsabläufen und zum Ermitteln von Mechanismen menschlichen Interaktions-Verhaltens.

An Universitäten war es zeitweise üblich, AGIL zur Analyse von Gesellschaft und ihren Institutionen einzusetzen. Nach meinem Studium kam mir die Idee, dass das Tool aus dieser abstrakten Anwendung herausgelöst und für die tagtägliche Kommunikations-Beratung genutzt werden kann.

Im einen oder anderen Beitrag werden Leser das AGIL-Tool in Aktion beobachten können.

 

Heinz W. Droste – zur Person 

 

Akademische Titel und Qualifikationen in praktischer Psychologie

Studium und Abschlüsse in den Fächern Soziologie, Psychologie und Philosophie und an der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf:

  • Doktor der Philosophie (Dr. phil.) – 02/1986
  • Magister Artium (M.A.) – 12/1984

 Themenzentrierte Interaktion: Leitung und Moderation in Gruppen

  • Abschluss 06/2003 beim Kurt Lewin Institut für Psychologie – Hagen

 Integrative Gestaltberatung/Coaching

  • Abschluss 11/2005 beim Verband für Kommunikationsberatung und Supervision, Remscheid, bei Kurt W. Richter

 

 

 Research-Themen (Auswahl)

  • Wissenschaftstheoretische Grundlagen der Sozialwissenschaften
  • Gesellschaftliche Diskussion technologischer Risiken
  • Organisations- und Kommunikations-Prozesse im Umfeld technologischer
    Innovationen
  • Finanzkommunikation und Investor Relations für kleine und mittelständische
    Technologie-Unternehmen
  • Gesellschaftliche Diskussion zur Erreichung der Akzeptanz von alternativen Energien
  • Kommunikations-Mechanismen und Soziotechnologie zur Gestaltung von
    Meinungsbildungs-Prozessen

  

 

Beratungsfelder (Auswahl)

  • Wirtschafts-Publizistik
  • Energieversorgung
  • Verpackungs-Industrie
  • Entsorgungs- und Abfall-Wirtschaft
  • Chemische Industrie
  • Automobil-Wirtschaft
  • Finanz-Wirtschaft
  • Nahrungsmittel-Industrie
  • Bekleidungs-Industrie/Mode
  • Bio-Wissenschaften und Gentechnik
  • Medizin/Gesundheits-Dienstleitungen
  • Pharma-Industrie

  

 

Publikationen (Auswahl)

  • AGIL – Kommunikation als kreativer Prozess, Hückelhoven 2019
  • Kommunikations-Strategie – Analyse-Methode – Lösungs-Findung – Crossemediale Planung, Hückelhoven 2018
  • Turn of the Tide – Gezeitenwechsel – Einführung in Mario Bunges exakte Philosophie, Aschaffenburg 2015
  • PR Formel – Kommunikation als kreativer Prozess, Neuss 2013
  • Kommunikation – Planung und Gestaltung öffentlicher Meinung; Band 2: Mechanismen; Neuss 2010/2011
  • Kommunikation – Planung und Gestaltung öffentlicher Meinung; Band 1: Grundlagen; Neuss 2010/2011
  • Praktikerhandbuch Investor Relations. Mit IPO-Kommunikationskalender für die erfolgreiche Börsenpräsenz; Stuttgart 2001 und Neuss 2005
  • Investor Relations Monitor Neuer Markt 1997-2000; Grevenbroich 2000
  • Innovations-Monitor 2000 Mittelstand; Grevenbroich 2000
  • Risiko-Kommunikation – Hyperbook; Düsseldorf 1995
  • Medienplaner – PR-Planungs-Software; Düsseldorf 1995
  • Public Relations; Wiesbaden 1989
  • Die methodologischen Grundlagen der soziologischen Handlungstheorie Talcott Parsons’; Inaugural-Dissertation, Düsseldorf 1985
  • Die Analogie von Parsons’ Handlungstheorie und Kants Vernunftkritiken 1984; Magister-Arbeit, Düsseldorf 1984

 

 

Meine Weichenstellungen

  • 1979

    Start der Reise

  • 1985

    Studium und AGIL-Training

    Studium und AGIL-Training

    Die erste Weichenstellung: Mein Studium an der Universität. Hier lehrte damals Richard Münch, der heute als einer der produktivsten zeitgenössischen deutschen Soziologen gilt. – Er ermöglichte mir als Soziologie-Professor an der Heinrich-Heine-Universität, in meinem eigenen Tempo zu studieren und innerhalb von 12 Semestern meinen Abschluss sowohl als Magister artium sowie als Doktor der philosophischen Fakultät zu machen. Auf diese Weise konnte ich mich zügig in die Praxis verabschieden, musste auf niemanden warten und vermied, mich zu langweilen.


    Münch verdanke ich mein vertieftes Wissen darüber, wie Bücher professionell geplant, geschrieben sowie für den Druck vorbereitet werden – als studentischer Mitarbeiter war ich bei einigen seiner Buchproduktionen für den Suhrkamp-Verlag mit Korrekturlesen und Registererstellungen beschäftigt. Diese Zeit nutzte ich als „Sonder-Training“ in der Verwendung des berühmten AGIL-Schemas von der Harvard University. Ohne diesen Intensiv-Kurs wäre es mir wesentlich schwerer gefallen, das komplexe Instrument zu meinem Kreativ-Werkzeug für die Kommunikations-Beratung zu machen. – Seit den Tagen des Studiums glaube ich übrigens, dass es zu einem Fachmann gehört, zum eigenen Fachgebiet regelmäßig Bücher (oder zumindest einen Weblog zu betreiben) zu veröffentlichen. Ansonsten ist er kein Meister seines Fachs – oder?

    (Bilder: Suhrkamp, Richard Münch)

  • 1987

    Mit Heißluft und Motorrad durch Deutschland

    Mit Heißluft und Motorrad durch Deutschland

    Meine nächste Weichenstellung, war die Idee, im Feld der Kommunikationsberatung tätig zu werden. Eines meiner ersten Projekte absolvierte ich im Auftrag von Malcolm Forbes, dem Herausgeber des Forbes Magazine. Dabei zeigte sich, dass es tatsächlich möglich ist, trotz “Belastung” durch ein Soziologie- und Philosophie-Studium praktisch tätig zu werden:

    „To Dr. Heinz W. Droste – with greatest gratitude for his indespensible help in making our Friendship Tour to Germany such a happy success.“

     
    Für ihn konnte ich nach wenigen Wochen Agentur-Erfahrung ein erstes umfassendes Kommunikations- und Event-Projekt selbständig managen: Die Planung und Durchführung der „Forbes Friendship Tour 1987“.

    Ohne diese fordernde Aufgabe direkt zu Beginn hätte mich die Agenturarbeit sicherlich angeödet. – Ich hatte nach ein paar Wochen in einer großen Düsseldorfer Agentur, nach dem Lesen derer ermüdenden Konzeptionen überlegt, wieder zur Universität zurückzugehen. –

    Auf seiner 14-tägigen Tour durch das damals noch geteilte Deutschland begleitete ich Malcolm und organisierte eine Reihe aufmerksamkeitsstarker Heißballon-Aktionen für ihn. Was ihm imponierte war, dass ich für viele Starts Genehmigungen von Plätzen in Großstädten beschafft hatte. (Dass sich das als Sisyphos-Arbeit erwies, die meine Nerven angesichts deutscher Behörden-Bürokratie bis zum Zerreißen anspannte, behielt ich für mich.)

    (Bilder: Malcolm Forbes)

  • 1989

    Buch-Erfolg, von dem ich nichts ahnte

    Buch-Erfolg, von dem ich nichts ahnte

    Von der nächsten Weichenstellung habe ich nur durch Zufall erfahren: Mit dem Beginn meiner Karriere als Kommunikations-Berater nahm mich Dr. Heinz Flieger – PR-Pionier und Förderer der PR-Forschung – unter seine “Fittiche”. Dadurch lernte ich die „Paten“ der deutschen Nachkriegs-PR persönlich kennen: Prof. Albert Oeckel, Prof. Franz Ronneberger und den Zigarre-rauchenden Georg-Volkmar Graf Zedtwitz-Arnim (»Tue Gutes und rede darüber!«). Gemeinsam mit ihnen wurde ich Gründer einer PR-Akademie. Flieger bat mich, hierzu etwas Geistiges beizutragen und ein kleines Buch zu schreiben. Was ich bis Anfang des Jahre 1989 erledigte und dann vergaß. Es war nur eine kleine Schrift geworden – ich beschrieb, wie ich das AGIL-Modell inzwischen in den Feldern der Kommunikationsberatung als Ideen-Entwicklungs-Werkzeug bei Kundenprojekten einsetzte.

    Jahre später bekam ich beim Stöbern in einer Buchhandlung mit, dass das Büchlein an Hochschulen in Anfänger-Seminaren zur Pflichtlektüre geworden war. Prof. Dr. Klaus Merten von der Universität Münster hatte es in seinem Buch „Die Wirklichkeit der Medien“ erwähnt. Jahre später nahm ich mir das Manuskript von meinem „Public Relations“-Buch noch einmal vor und baute es zu einem wirklichen Buch aus: „PR Formel – Kommunikation als kreativer Prozess“.

    (Bilder: Westdeutscher Verlag, Pedion Verlag)

  • 1991

    Ausflug in die Politik

    Ausflug in die Politik

    Nach ein paar Jahren Erfahrung in der Agenturarbeit verspürte ich den Drang, das Gelernte mit meiner soziologisch-psychologischen Qualifikation zu mischen und etwas Neues zu versuchen. Als Konsequenz kam es zur  nächsten wichtigen Weichenstellung. Mitverantwortlich dafür war Dr. Jürgen Linde – Jurist, ehemaliger Politiker und Verwaltungsbeamter. Er bekleidete Ämter wie Bundestagsabgeordneter, parlamentarischer Geschäftsführer, Oberstadtdirektor von Gelsenkirchen – später Chef der Staatskanzlei und Minister im Land Brandenburg. Als er Anfang der 1990er Jahre den Entsorgungsverband NRW in Hattingen an der Ruhr aufbaute, lernte ich ihn kennen. Er holte mich aus meinem Agentur-Job zu dem Verband, um mir die Aufgabe anzuvertrauen, als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit eine Akzeptanz-Kampagne für Abfallentsorgungs- und Altlastensanierungs-Themen zu entwickeln. Dies war ein wichtiger Abschnitt meiner Arbeit als Kommunikations-Berater – ich konnte die politische Dimension des Berufs kennenlernen – vielen Dank dafür! 

    (Bild: Jürgen Linde)

  • 1993

    Expedition in das Land der Riesenwaschkraft

    Expedition in das Land der Riesenwaschkraft

    Nachdem Dr. Linde in das Land Brandenburg abberufen wurde, um dort Fraktions-Gespräche zu leiten, erhielt ich selber einen Ruf – allerdings nicht in den Osten, sondern in das Land „der Riesenwaschkraft“ – mit anderen Worten, mir wurde angeboten, zusammen mit einer Markenartikel-Werbeagentur eine PR-Abteilung aufzubauen.

    Ich lernte, dass der Dienstleistungsbereich „Markenartikel-Werbung“ durch Menschen dominiert wird, die vor allem grafisch-kreativ ausgerichtet sind. Hier werden „Kreative“ als eine Art heilige Kühe – meist auf einer eigenen Etage des Agenturgebäudes – gehalten.

    Das sieht für Betrachter von außen in gewisser Weise faszinierend exotisch aus. Wer in diesem Umfeld arbeitet, erfährt neben kreativer Romantik allerdings, dass vor allem hart – die Nächte und die Wochenenden durch – gearbeitet wird.

    Dennoch: Eine lehrreiche Zeit begann für mich. Hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt, Text- und Konzept-lastig gearbeitet, begann ich, „multimedial“ zu arbeiten. Dabei lernte ich nicht nur hippe Artdirektoren, sondern auch eine Reihe von „Werbe-Altmeistern“ kennen, die Werbesprüche und Werbeideen geprägt hatten, die ich in Kindheit und Jugend angestaunt hatte: Angefangen bei dem Berater, der für das berühmte „Er läuft und läuft“ auf Anzeigen-Doppelseiten der 1960er Jahre zuständig war, über den Erfinder der „Kombi-Kiste“ für Erfrischungsgetränke und der „Knibbelbilder“ unter dem Deckel der entsprechenden Sprudel-Flaschen bis zu dem Kreativen, der sich die Trommelfrau zur Bewerbung einer Sektmarke im TV ausgedacht hatte – „Wo ist der D… ?“. Nicht zu vergessen, der Werber, der auf dem Weg zur Toilette, von der Straße her Studenten „Ho, Ho, Ho Chi Minh!“ Skandieren hörte, danach in den Besprechungsraum zurückging und daraus eine Idee für ein Kaubonbon machte: „Wollt ihr Verlängerung?“ „Nein! “ „Wollt Ihr Elfmeter-Schießen?“ „Nein!“ „Was wollt Ihr dann?“ „M…m! M…m!“ – Erstaunlich, mit welchen kindischen Albernheiten erwachsene Männer früher eine Menge Geld verdienen konnten!

  • 2001

    Agile Zeit an der Börse

    Agile Zeit an der Börse

    Nach diesem Ausflug in das Land der Riesenwaschkraft, der braunen Brause und des Felsquellwassers – Ende der 90er Jahre -, hatte ich Gelegenheit, meine bis dahin angesammelte Kompetenz-Mischung aus soziologischem und psychologischem Wissen, Know-how aus Werbe- und PR-Agenturen zu bündeln. Daraus wurde ein spezielles „Forschungs-Projekt“:

    Ich bekam die Gelegenheit, in den folgenden Jahren vier Unternehmen aus dem Bereich Technologie zu beraten, die als Aktiengesellschaften an die Börse gehen wollten. Das war besonders herausfordernd, weil dabei für den Bereich der Kommunikation vielfältige Grundlagenarbeiten innerhalb einer kurzen Zeit erledigt werden mussten: Entwicklung von Unternehmens-Namen, Corporate Identity-Entwicklung, Aufbau von Internet-Seiten, Produktion von Image-Broschüren, von Geschäfts-Berichten, Entwicklung von Finanzwerbe-Kampagnen, Coaching der Vorstandsmitglieder für den Auftritt vor Finanz-Analysten usw.

    Die Gelegenheit, in diesem Feld arbeiten zu können, nutzte ich, um mit Soziologen von den Universitäten Düsseldorf und Bamberg ein Projekt zu starten, bei dem untersucht wurde, wie ein Börsengang als „sozialer Prozess“ funktioniert. Das Ergebnis der von mir initiierten Studie setzte ich unter anderem in Form eines Fachbuchs um. Dieses „Praktiker-Handbuch Investor Relations“ kam bei Kommunikations-Experten derart gut an, dass es meine Referenz für diese Zeit bildet:

    Dieter Georg Herbst ist ein deutscher Marken- und Kommunikationsexperte – unterrichtet an Wirtschafts-Hochschulen und schreibt selber Fachbücher:
    „Droste, Praktiker-Handbuch Investor Relations – das derzeit beste Buch zum Thema …“

    Lars Rademacher – Professor für Public Relations an der Hochschule Darmstadt Hochschullehrer und Vorsitzender des Deutschen Rates für Public Relations (DRPR):
    “Hier bietet Droste ein sehr ausgeklügeltes System an, das die verschiedenen kommunikativen Ebenen berücksichtigt und als besonders gelungener Theorie-Praxis-Transfer gelten kann. (…) diese wohl beste Monographie auf dem deutschsprachigen Markt zum Thema Investor Relations sensibilisiert den Leser für die an keiner Stelle zu unterschätzende Komplexität des Gegenstandes und schützt ihn gleichzeitig davor, an diesem hohen Anspruch zu verzweifeln.”

    Rolf Dobelli – Schweizer Schriftsteller und Unternehmer – Gründer von getabstract.com. – fasst den Inhalt des „Praktiker-Handbuchs“ zusammen:
    (…) egal ob vor oder nach dem IPO: die dauerhafte Pflege guter Investor Relations ist ein wichtiger Meilenstein für den langfristigen Erfolg einer Aktiengesellschaft. Für alle, die dieses Feld beackern wollen, hat Heinz W. Droste ein starkes Handbuch vorgelegt. (…) getAbstract.com empfiehlt das übersichtlich strukturierte und leicht verständliche Werk v. a. Managern und leitenden Angestellten mittelständischer Unternehmen, aber auch ambitionierten PR-Profis, die ihren Kenntnisstand mit dem Instrumentarium dieses facettenreichen Ratgebers abgleichen wollen.

    (Bilder: Pedion Verlag, Dieter Georg Herbst, Lars Rademacher, Rolf Dobelli)

  • 2002

    "Get the Power of Wind!"

    Zu der folgenden Weichenstellung kam es, nachdem ein Mitglied eines Vorstands eines Technologie-Unternehmens mein „Praktiker-Handbuch“ gelesen hatte. Das Unternehmen stand vor einer größeren Finanz-Transaktion – einem Management-Buy-Out. Deren Bank erwartete für die Veröffentlichung einen Claim – einen Slogan.

     

    Die dafür engagierte Frankfurter Finanzwerbe-Agentur hatte nichts Passendes liefern können. Auf der Basis der in meinem Buch beschriebenen Kreativ-Werkzeuge war die Aufgabe schnell gelöst:
    Kurz und knapp: „Get the Power of Wind!“

    Nach dem Abschluss dieses kleinen Jobs wurde ich mit einem umfassenden Paket an Kommunikations-Maßnahmen für die Winergy AG – Weltmarktführer im Bereich Getriebe für Windkraftanlagen – betraut: Von der Anzeigen-Kampagnen, Presse- und Medienarbeit, Entwicklung von Printmedien bis zur Begleitung von Gesprächen mit Politikern der großen Parteien.

    Die Zusammenarbeit endete erst, als die angedeutete Finanzaktion komplett abgeschlossen wurde – ein großer deutscher Industriekonzern „einverleibte“ sich das westfälische Unternehmen.

    (Bilder: Winergy AG)

  • 2007 - 2017

    Kommunikations-Gestaltung als Sozio-Technologie

    Kommunikations-Gestaltung als Sozio-Technologie

    Die nächste Weichenstellung bestand darin, dass ich mir nach jahrzehntelanger Arbeit als Kommunikations-Berater zwischendurch noch einmal eine Zeit des Forschens und Studierens nahm.

    Mein Ansatz war, für die Arbeit mit meinem AGIL-Tool zukünftig noch besser Forschungsergebnisse aus der Soziologie und vor allem Psychologie nutzbar zu machen. Deshalb suchte ich nach wissenschaftstheoretischen Werkzeugen, das ich nutzbar machen konnte. Dabei stieß ich auf das Werk des international bedeutenden Wissenschaftstheoretikers Mario Bunge von der McGill University in Montreal in Kanada. – Bunge hat im Laufe seines langen Forscherlebens auf der ganzen Welt als Professor gelehrt und wurde Gesprächspartner bedeutender Intellektuellen: u.a. von Albert Einstein, Sir Karl R. Popper, Henry Mintzberg, Willard van Orman Quine, Donald Hepp, Sir John C. Eccles, um ein paar Namen zu nennen, die einem breiteren Publikum bekannt sind.

    Schnell erfasste ich die Relevanz seines komplexen Werks für mein Projekt der Gestaltung von Kommunikations- und Interaktions-Systemen. Daraufhin definierte ich ein Forschungs-Projekt, in dessen Rahmen ich mich mit Mario Bunge in Verbindung setzte und ihm mein Vorhaben vorstellte: Die Begründung der Kommunikations-Gestaltung als Sozio-Technologie mit einem empirisch-wissenschaftlichen Wirkungs-Ansatz und einer Begründung von ethisch-verantwortlichem Handeln in diesem Feld. Im Rahmen unserer Korrespondenz zu meinem Projekt freundeten wir uns und trafen uns im Jahr 2014 persönlich in Wien, während ihm dort an der Universität der „Bertalanffy Award in Complexity Thinking“ verliehen wurde.

    Das schrieb er zu meinen beiden Bänden „Kommunikation“:

    “To my knowledge, this is the first detailed study on the conceptual foundations of Communication and, in particular, Public Relations. Its author regards this field as a social technology, as well as needing a closer contact with sociology, and deserving of more empirical research, and a far more rigorous conceptual analysis than heretofore. (…) – Droste writes very clearly and elegantly, proposes good reasons for adopting or rejecting the views he examines, and includes a number of pertinent diagrams. Besides, he examines many pertinent examples from business and politics.”

    Heute profitieren meine Klienten und ich von dem fundierten Kommunikations-Ansatz, den ich in »Kommunikation« entwickeln konnte: Die Zeit des amateurhaften »Herumprobierens« ist vorbei:

     »Agile Kommunikation« arbeitet mit fundiertem Wirkungswissen aus Soziologie und Psychologie.

    (Bild: Mario Bunge)

  • heute - Zukunft

Autor: Heinz W. Droste

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