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Immanuel Kant und der Stein der Weisen „Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.“ Hermann Cohen, Kants Theorie der Erfahrung, Berlin 1885, Seite XIV (1) „YouTube video player“ von YouTube anzeigen Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen. Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube (öffnet in neuem Tab). Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um diesen Inhalt zu laden. Inhalt von YouTube immer anzeigen „YouTube video player“ direkt öffnen English-Version Der gebrochene Damm Lange habe ich hin- und herüberlegt, ob ich mich daran beteilige: Immanuel…
Jetzt aber schnell! Etwas spät – erst vor einigen Wochen – habe ich das Buch von Daniel Kahneman – Schnelles Denken, langsames Denken – entdeckt: Besser spät als nie! Dabei kenne ich Ausschnitte Kahnemans Arbeiten schon seit langem. Das zusammen mit Amos Tversky und Paul Slovic herausgegebene “Judgement under uncertainty: Heuristic and biases” (1982) hat einen festen Platz auf meinem Bücherregal. Aufmerksam geworden bin ich auf Kahneman durch Amati Etzionis “The Moral Dimension” (1988) und Mario Bunges kritische Analysen des ökonomischen Paradigmas. In eigenen Texten habe ich mich wiederholt auf Kahnemans und Tverskys Forschungsergebnisse bezogen (z.B. in: „Kommunikation,…
Umfassende soziale Prägung Tagtäglich fühlen wir uns als von unserem Umfeld losgelöste und emanzipierte Wesen – als Individuen. Doch empirische Forschung der letzten Jahrzehnte macht immer deutlicher, wie umfassend unsere Prägung durch unser soziales Umfeld ist. Blicken wir auf die Evolution: Die Anforderungen des Zusammenlebens in immer größeren Gruppen begleiteten die Entwicklung des menschlichen Neocortex, der neuronalen Grundlage von autonomem Denken und Handeln. Sozio-neurologische Untersuchen zeigen, dass in unserem Großhirn ständig Prozesse ablaufen, die darauf abzielen, den Status unserer Gruppenbeziehung zu überwachen. Wir sind ständig neuronal-kollektiv vernetzt. Gruppenwesen sind wir durch-und-durch – selbst die Struktur und Funktionsweise unseres…
Ein Gedankengang über Meme, Mythen und die Kosten falscher philosophischer Autoritäten Mancher fragt sich, ob es einen Sinn hat, die Philosophie eines Denkers, der vor über zweihundert Jahren gestorben ist, ernsthaft noch einmal mit modernen wissenschaftlichen Konzepten abzugleichen. Genau das habe ich in meinem gerade erschienenen Buch „Der lange Abschied von Kant“ getan – und die Antwort lautet: Ja, es hat einen Sinn. Aber nicht den, den die meisten vermuten. Das Problem: Kant ist ein Meme-Generator Tatsache ist, dass Meme und Mythen rund um Kant derart tief in der philosophischen Diskussion – vor allem in Europa – verwurzelt…
„Man kann kein Urtheil über Kant abgeben, ohne in jeder Zeile zu verrathen, welche Welt man im eigenen Kopfe trägt.“ Hermann Cohen, Kants Theorie der Erfahrung, Berlin 1885, S. VII. „YouTube video player“ von YouTube anzeigen Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen. Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube (öffnet in neuem Tab). Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um diesen Inhalt zu laden. Inhalt von YouTube immer anzeigen „YouTube video player“ direkt öffnen Einleitung Mit der Episode „Im Schatten Kants 1: Der Stein der Weisen“ starteten wir eine kleine Serie über Immanuel…
In einem in den USA veröffentlichen Buch über aktuelle Ergebnisse der Neurowissenschaften wird von einer höchst interessanten Studie berichtet: Probanden wurden danach gefragt, was sie mehr fürchten – den Tod oder den Auftritt als Rednerin oder Redner vor einem großen, unbekannten Publikum. Wer hätte das gedacht: Die Mehrzahl der Befragten schätzte die Angst vor der Rede am höchsten ein. Ein amerikanischer Comedian schloss daraus, dass es Besuchern einer großen Trauerfeier offenbar lieber sein könnte, im Sarg vorne am Altar zu liegen, als die Trauerrede davor halten zu müssen. Tiefsitzende Angst vor sozialer Ausgrenzung Doch Scherz beiseite: Was…