Rational? – Test 1: „Gefährliches Virus“
Test 1: Stellen Sie sich vor, dass das Virus XYZ eine schwere Krankheit verursacht. Diese Krankheit tritt bei einem von 1.000 Menschen auf. Stellen Sie sich außerdem vor, dass es einen Test zur Diagnose der Krankheit gibt. Dieser Test zeigt stets korrekt an, wenn eine Person durch das XYZ–Virus erkrankt ist. Stellen Sie sich außerdem vor, dass der Test eine falsch–positive Rate von 5 Prozent hat. – Das bedeutet, dass der Test fälschlicherweise anzeigt, dass das XYZ–Virus in 5 Prozent der Fälle vorhanden sei, in denen die Person gar nicht durch das Virus erkrankt ist. Nun passiert Folgendes:…
Test 1:
- Stellen Sie sich vor, dass das Virus XYZ eine schwere Krankheit verursacht. Diese Krankheit tritt bei einem von 1.000 Menschen auf.
- Stellen Sie sich außerdem vor, dass es einen Test zur Diagnose der Krankheit gibt. Dieser Test zeigt stets korrekt an, wenn eine Person durch das XYZ–Virus erkrankt ist.
- Stellen Sie sich außerdem vor, dass der Test eine falsch–positive Rate von 5 Prozent hat. – Das bedeutet, dass der Test fälschlicherweise anzeigt, dass das XYZ–Virus in 5 Prozent der Fälle vorhanden sei, in denen die Person gar nicht durch das Virus erkrankt ist.
Nun passiert Folgendes: Es wird eine Person nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, um den Test auf das Virus zu absolvieren. Bei diesem Test wird ein positives Ergebnis erzielt: Laut des Tests ist diese Person also »XYZ–positiv«.
Nun kommt es zur Formulierung der Fragestellung für diesen Test:
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit (ausgedrückt als Prozentsatz zwischen 0 Prozent und 100%), dass die Person tatsächlich das XYZ–Virus hat, unter der Annahme, dass wir sonst nichts über die persönliche oder medizinische Geschichte der Person wissen?
(Aufgabenstellung aus: Droste, 2022, S. 241-243; Stanovich & Toplak, 2016, S. 83–84)
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Quellen
- Droste, H. W. (2022). Entfessele Dein bestes Denken. Pedion Verlag
- Stanovich, K. E., & Toplak, M. E. (2016). The rationality quotient: Toward a test of rational thinking. MIT Press.
